Die kulinarischen Zehn Gebote von Stevan Paul

Was tun, wenn das Essen versaut ist, die Kreativität verloren oder du nur noch wissen willst, welches Land dich lukullisch erlöst? Dann lies die kulinarischen Zehn Gebote! In dieser Kategorie fragen wir bekannte Menschen nach ihrer Meinung und lassen sie unseren Lückentext selbst ausfüllen. Die Ergebnisse überraschen uns immer wieder und bringen dich garantiert auf neue Ideen.

 
 ©Daniela Haug

©Daniela Haug

 
1. Du sollst immer SENF im Haus haben.
— „Ganz klarer Fall: Senf. Ich habe mehrere Sorten, bin total abhängig.“
2. Um aus einem guten Essen ein besonderes zu machen, sollst du mit LIEBE UND SORGFALT kochen.
— „Heinz Strunk von Studio Braun hat mal den schönen Satz gesagt: 'Das ist mit Hass gekocht.' Das sollte man vermeiden.“
3. Willst du ein Gericht noch retten, gib am besten KNOBLAUCH bei.
— „Es kommt darauf an, was passiert ist. Aber das hilft meistens.“
4. Als perfekter Gastgeber sollst du bei deinem Dinner immer auf VORGEWÄRMTE TELLER achten.
5. Eine gute Bar erkennst du daran, dass der RUM schmeckt.
— „Rum ist schwierig. Wenn der schmeckt, ist das schon sehr geil.“
6. Wenn du davon zuviel hattest, sollst du am nächsten Morgen am besten AUFHÖREN.
— „Ich habe einen super Tipp! Was alle Leute falsch machen, ist, dass sie es immer mit Reparaturarbeiten am nächsten Morgen versuchen. Bloody Mary, Aspirin... Alles Quatsch! Du musst vorbeugen! VOR dem Saufen Zink, Magnesium und Vitamin C. Das ist der Hammer, bringt dich durch die Nacht, keine Probleme. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.“
7. Solltest du beim Kochen mal nicht weiter wissen, frag’ den nächsten FOODBLOGGER oder lies ein KOCHBUCH.
— „Ich besitze um die 600 Kochbücher, davon sicher ein Regal voll mit Kochbibeln.“
8. Du sollst in deinem Leben unbedingt einmal KALBSBRIES probiert haben.
— „Das ist supergeil – echt jetzt. Es kostet Überwindung, aber das schmeckt mega.“
9. Du sollst nach LONDON reisen, um kulinarisch erleuchtet wiederzukehren.
— „Und ins ’Bread and Wine’ von Fergus Henderson gehen, dem Autor von ’Nose to Tail’. Also nicht in das Hauptrestaurant, sondern den kleinen unprätentiösen Laden, den er noch hat. Wo du solange Teller bestellst, die zwischen 5 bis 8 Pfund kosten, bis du satt bist. Dazu gibt’s die geilsten Weine.“
10. Du sollst ’TAMPOPO’ gucken, wenn du einen tollen Film zum Thema Essen und Trinken sehen möchtest.
— „Das ist ein japanischer Film von 1985, der jetzt endlich nach 30 Jahren in Deutschland auf DVD erschienen ist. Granatenmäßig! Da macht sich ein Lastwagenfahrer auf die Suche nach der besten Ramen. Es gibt Elemente aus Western, Krimi, Erotik. Es geht auch ordentlich zur Sache – mit tanzenden Garnelenschwänzen auf halbnackten Damen. Ein großartiger Spaß! Man sollte aber dringlichst alle Zutaten zuhause haben oder die nächste Ramenbar in der Nähe, denn danach hat man Bock auf eine Nudelsuppe und will nur noch das.“

Wer den Film in (fast) voller Länge sehen möchte, guckt ihn bei Clipfish, bekommt hier das Ramen-Rezept und kann bei Bedarf auch nochmal nachlesen, wie Paul die Nudelsuppe in ihrer Heimat Japan geschmeckt hat...

 

Das wurde uns ausserdem aufgetischt: