Marc Grossmann - New York - Die Kultrezepte

Was steht drin?

Alle typischen Gerichte, die bei den New Yorkern zur Coffee Time (7:10), zum Breakfast (8:14), Brunch (11:28), Lunch (12:42), als Snack (16:23) oder einfach immer (7/24) auf den Tisch und die Hand kommen. Das haben wirMarc Grossman zu verdanken. Ein Exil-New Yorker, der in Paris lebt, dort verschiedene Delis betreibt und an der Multikultiküche seiner Heimat hängt. Deshalb die kulinarische Liebeserklärung in Form dieses Buches (schon sein fünftes), das „all die Gerichte versammelt, die mir am meisten fehlen“. Warum ist er dann nicht einfach im Land der Pancakes, Donuts und Burger geblieben? „Es gefällt mir nun einmal, als New Yorker in Paris zu leben – als New Yorker in New York zu leben, ist schließlich nichts Besonderes.“ Leuchtet irgendwie ein. 

Hat's geschmeckt?

Hell yeah! Die supersaftigen Zitronen-Mohn-Muffins mit Birne waren im Büro der Renner und auch bei Grossman ein Dauerbrenner. „Dies sind meine absoluten Favoriten unter den Muffins, die wir in Bob’s Juice Bar anbieten.“ Außerdem gut und gesund schmeckt der Blueberry Cup mit Banane, Avocado und Ahornsirup.

An der deftigen heftigen Front haben uns Marcs Spaghetti mit Fleischbällchen, Tomatensauce und selbstgemachtem Knoblauchbrot überzeugt. Und auch wenn es ein bisschen pervers klingt, das Dreierlei vom Bacon ist ein weiteres Highlight. Speck servieren die Amis gefühlt zu allem. Todesmutig gab es ihn also als karamellisierte Variante (Streifen in Zucker panieren und für 30 Minuten bei 160 °C in den Ofen geben) zu Pancakes. Yummy!

Mit Backen würde man gern direkt fortfahren. Grossmans selbstgemachten Oreos® klingen ähnlich vielversprechend wie die Matcha-Doodles. Das sind Cupcakes, bei denen die Creme nicht auf, sondern in den Teig gespritzt wird. Klingt komisch? Sieht stark aus! 

Für wen?

New York Fans. Aber sind wir das nicht alle irgendwie? Die, die schon da waren, sowieso. Und alle anderen wissen es nur noch nicht. Kriegen aber eine Ahnung bei den rund 200 Bildern und Illustrationen. Grossman liefert neben einer Foodie-Adressenliste und kleinen Abstechern zum Street Food und verschiedenen Viertel wie der Upper West Side, „dem El Dorado für Feinschmecker“ oder Chinatown rezeptetechnisch sämtliche amerikanischen Hits. Vor allem die Schwergewichte. Zum Detoxmonat bleibt das Buch also eher im Regal.

Ansonsten hat man daran seine helle Freude. Denn - mal abgesehen von den aufwendigeren selbstgemachten Bagels oder Marshmallows - hat man fix tolle typische Gerichte fertig, an denen sich auch Ungeübte problemlos ausprobieren können. Isn’t it amazing? 

Wo erschienen?

Christian Verlag, 130 Rezepte, 272 Seiten, 29,90 Euro, 2. Auflage: 10/14, Originaltitel: New York – Cult Recipe


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