Fork Off Berlin // Zoes Ghana Kitchen

Zoe in the kitchen. Foto© Oliver Ajkovic 

Zoe in the kitchen. Foto© Oliver Ajkovic 

Fufu, Baku, Kelewele. Wie bitte, was? So ging uns das anfangs auch beim Fingerfood-Fest von Zoe Adjonyoh. Die kommt eigentlich aus London und lud erst dort, jetzt hier zu ihrer Ghana Kitchen nach Neukölln ein. Weil sie gerne kocht, ihr Vater aus Westafrika kommt und sie dort selbst sogar nochmal Nachhilfe in Ghanaischem Kochen nahm, startete sie in England mit einem Pop-up-Restaurant. Das lief so gut, dass sie mit einem regelmäßigen Supper Club in die Verlängerung ging. Von der Idee natürlich nicht neu, vom Essen her für uns aber absolut.

 

Los geht’s in der Werkstatt der Kulturen an drei langen Tafeln, mit einigen Zitronenwasser-Schüsseln, jeder Menge Servietten, aber ohne Besteck. Denn Zoe’s Motto lautet: „Fork off!“ Muss man sich kurz dran gewöhnen. Beim zweiten Gang fängt es aber schon an zu fetzen, mit dem Essen zu spielen und es zu vertilgen. Schüssel für Schüssel, Teller für Teller kommen Sachen auf den Tisch, die man echt noch nicht kennt.

Da wären die Augenbohnen mit Reis (ja genau – Black Eyed Peas haben ihren komischen Namen daher), frittierte Kochbanane (Kelewele) und Fufu. Das Zeug ist eine Kreuzung aus Kloß und Kartoffelbrei und lässt sich mit seiner zähen Konsistenz ziemlich lang ziehen. Der Bällchenbrei schmeckt super zu servierten Sensationen wie Lamm in Erdnusssauce oder gebratenem Tilapia.

Nach insgesamt zehn Köstlichkeiten gibt es Kokosreiskuchen als Nachtisch. Dafür macht ein Freund nochmal großzügig „den zweiten Magen für Süßes“ auf. Wir müssen es beim Probieren belassen und schütteln uns beim Absch(l)uss-Alomo-Schnaps.

Den serviert Zoe höchstpersönlich und erzählt, dass der spezielle Bitter in Afrika bei jeglichen Wehwechen und sogar bei Potenzproblemen zum Einsatz kommt. Das spricht trotz ungewöhnlichen Geschmack dafür – genauso wie der unschlagbare Preis für einen Abend Abenteuer: 20 Euro.

Wenn ihr jetzt auch Lust auf den kulinarischen Ausflug bekommen habt, guckt im Juni unbedingt donnerstags und freitags in Neukölln vorbei. Da steht Zoe in Mimi’s Chop Bar für euch hinterm Herd und verspricht: „It’s Ghana – be tasty.“ 

 

Food images by Tuleka Prah of My African Food Map // Atmos by Esther Sauve


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