"Made in GSA" Competition 2015

Die Aufgabenstellung: gute Story, traditionelle Zutaten und eine neue Drink-Idee!

Der G(ermany)S(wiss)A(ustria) Contest von Mixology ist ein Wettbewerb für alle Barkeeper, die mit Ingredienzien aus der deutschsprachigen Heimat spannende Cocktails mixen. 

Insgesamt stellten sich im Ritz Carlton in Berlin zwölf Kandidaten (drei Frauen, neun Männer) der Challenge. Sie hatten vorab Rezepturen eingesandt, die anonymisiert bewertet und ausgewählt wurden. Die Finalisten hatten jeweils acht Minuten Zeit, die Jury mit ihrer Kreation und Darbietung zu überzeugen. Aufs Siegertreppchen haben es am Ende drei Herren aus Deutschland geschafft, wobei der Sieger eine echte Überraschung war.

Weil ein qualifizierter Teilnehmer absagen musste, rückte Alexander Mayer, eigentlich auf Platz 13, mit einer Wildcard nach. Sein Drink "Cowbell" brachte ihm Glück. Der Gewinn: Eine siebentägige Bar-Reise nach London, Paris und Rom. Da ist der 26-Jährige goldrichtig, sagt er doch über sich: "Ich versuche, mich darauf zu spezialisieren, immer wieder etwas anderes zu machen und mich nach Neuem umzuschauen."

Die Jury mit den drei glücklichen Gewinnern (v.l.n.r.): Kan Zuo (The Sign Lounge, Wien), Thomas Huhn (Les Trois Rois, Basel), Jan Jehli (2. Platz), Alexander Mayer (1. Platz), Oliver Ebert (Becketts Kopf, Berlin), Arnd Henning Heissen (Fragrances, Berlin) 

Die Jury mit den drei glücklichen Gewinnern (v.l.n.r.): Kan Zuo (The Sign Lounge, Wien), Thomas Huhn (Les Trois Rois, Basel), Jan Jehli (2. Platz), Alexander Mayer (1. Platz), Oliver Ebert (Becketts Kopf, Berlin), Arnd Henning Heissen (Fragrances, Berlin) 

1. Platz: Alexander Mayer Von der Passage 46 in Freiburg

Der Cocktail: Cowbell

Seine Geschichte zum Drink:

"Wie der Kuhhirte Thomas im Sonnenschein auf der Wiese liegt, den Duft der blühenden Birnbäume in sich aufnehmend, wird er müde und nickt ein. Dank der Kuhglocken, die er ganz in der Nähe hört, weiß er: Die Herde ist da. Erschreckt als ihm Regentropfen ins Gesicht klatschen, eilt er unter einen großen Birnbaum, den kalten Frühlingsschauer abwartend. Doch bald erobert die Sonne das Firmament zurück. Die feuchte Wiese dampft und riecht kräuterig. Noch fröstelnd hört er fern die Kuhglocken bimmeln und findet die Herde am Waldesrand wieder. Er gönnt sich ein Bonbon und einen Schluck Milch auf den Schreck. Als der Wind in die Tannen fährt, legt sich ein duftender Schleier über Thomas und die Welt ist wieder in Ordnung."


2. Platz: Jan Jehli von The Parlour in Frankfurt am Main

Der Cocktail: Schwarzwald Säuerling

Seine Geschichte zum Drink: 

"Knackendes Unterholz, Geruch von tau-feuchten Bäumen und ihren Blättern. Aufheulender Lärm einer Motorsäge, ein fallender Nadelbaum… Danach Stille. Es duftet nach Holz - betörendem, warmen Holz. Der angenehm süßlich herbe Geschmack selbstgepflückter Wildpreisenbeeren vermischt sich mit dem frischen Parfüm des Waldes: Kräuter, Harz und Blütenduft. All dies sind wertvolle Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit und Jugend in einer kleinen Stadt mitten des südlichen Schwarzwaldes. Lasst mich euch diese Erinnerungen mittels einer belebenden Wacholderbrausen-Abwandlung näher bringen. Für einen unbeschwerten Moment abtauchen in die Schönheit des Waldes. Die Lunge unserer Erde erfrischend auf dem Gaumen."



3. Platz: Stephan Körner vom Breidenbacher Hof in Düsseldorf

Der Cocktail: Nachtkönig

Seine Geschichte zum Drink:

"Es ward in einer dunklen Nacht ein Schatz in einem Wald gemacht. Im zarten Schlummer lag die süße Frucht, durch Dornenranken Schutz und Zucht, vor Blicken und vor Neid geschützt, den Menschen hat sie nichts genützt. Doch Götterwillen legt sie frei, verbindet sie mit Allerlei, mit Wurz und Kraut und Traubensaft, verliehen durch des Steines Kraft, viel Tiefsinn und Geschmeidigkeit. Fehlt nur noch eine Götterheit, der Traubenbrand ihr liebster Trunk, hält selbst die Himmlischen gesund! Geboren ward in tiefstem Rot, verzögernd eines jeden Tod, aus kalter Nacht ein König dann, nun lasst uns prüfen, was er kann!"

Cheers!